Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern

Warum der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeiten immer mehr an Bedeutung gewinnt

Das moderne Wirtschaftsleben bringt es mit sich, dass Angestellte ihr Arbeitsleben deutlich flexibler gestalten müssen, als dies in früheren Jahrzehnten der Fall war. Der früher oft übliche Verbleib in einem Unternehmen von der Ausbildung bis zur Pensionierung bildet heute eher die Ausnahme. Die Realität ist geprägt von befristeten Beschäftigungsverhältnissen, Zeitarbeitsverträge und für Einzelprojekte angeheuerte Free-Lancer. Um den sich ständig ändernden Anforderungen gewachsen zu bleiben ist eine entsprechende körperliche wie auch mentale Fitness unverzichtbar. Und genau hier setzt Employability an: es geht um den Erhalt und positive Weiterentwicklung der Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitskräften.

Verantwortungsbereich für Arbeitgeber und Angestellte

Allerdings genügt es für Arbeitgeber nicht, in Sachen Employability einseitig auf die Eigenverantwortung der jeweiligen Mitarbeiter zu setzen. Denn die Beschäftigungsfähigkeit bezieht sich nicht nur darauf, ob Angestellte arbeitsfähig sind oder nicht, sondern auch in welchem Maße. Es geht also nicht um einfache Fragen wie „krank oder gesund“ bzw. „qualifiziert oder unqualifiziert“, sondern um eine sehr viel feinere Graduierung. Was kann ich als Arbeitgeber tun, um die physische und psychische Fitness meiner Arbeitskräfte zu verbessern und dadurch ihre Beschäftigungsfähigkeit zu steigern? Natürlich lässt sich schwer gegenrechnen, wie viel Krankheitstage eine Obstschale im Büro Gleiches gilt für eine große Zahl von Fortbildungen. Und trotzdem werden von vielen Unternehmen diese und andere Wege gegangen, weil Employability ein immer wichtigeres Thema wird.

Der demographische Wandel setzt den Takt

Die Anzahl der in den Arbeitsmarkt nachrückenden gut ausgebildeten Kräfte wird in den kommenden Jahrzehnten zurückgehen. Aufgrund gleichbleibend niedriger Geburtenraten in Deutschland wird sich dieser Trend zukünftig verstärken. Gleichzeitig werden die Menschen in den westlichen Industrienationen im Durchschnitt immer älter. Insofern wird mittel- bis langfristig eine weitere Anhebung der Lebensarbeitszeit erfolgen müssen. Dies hat wiederum zur Folge, dass die im Unternehmen befindlichen Arbeitskräfte länger beruflich tätig sein werden und entsprechend beruflich fit gehalten werden müssen. Denn ein regelmäßiger Austausch gegen jüngere Kräfte, wie er heute noch in weiten Teilen des Wirtschaftslebens Usus ist, wird dann nicht mehr möglich sein. Insofern handelt es sich bei Employability um eines der wichtigsten wirtschaftlichen Zukunftsthemen überhaupt. Dabei geht es darum, die Arbeitskräfte von heute in ihren fachlichen wie auch sozialen Kompetenzen dauerhaft einsetzbar zu halten für die Arbeitswelt von morgen.